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Text der EFSA

  Stevia die Alternative zu Zucker und synthetischen Süssstoffen


Zucker hat nicht nur viele Kalorien, sondern fördert Karies. Auch die synthetischen Süssstoffe wie Aspartam sind uns lange schon suspekt. Und dabei naschen wir doch so gerne. Da lassen uns die vielen positiven Pressemitteilungen zu einer Alternative namens Stevia aufhorchen. Doch was ist Stevia eigentlich?

Aus Südamerika kommt die Pflanze Stevia rebaudiana. Man kann mit den getrockneten Blättern schon einfach beim Aufbrühen seinen Kräutertee versüssen. In den Blättern bildet sie verschiedene Steviol Glykoside, die bis zu 450 mal süsser sind als Zucker. Diese süssen Inhaltsstoffe werden aus den Blättern nach einer standardisierten Extraktionsmethode gelöst und als weisses Konzentrat genutzt. Süssstoffe natürlichen Ursprungs also, frei von Kalorien, hitzestabil und ideal für Diabetiker. Selbst aufwendige Backrezepturen gelingen mit pfiffigen Produkten wie GrooVia® problemlos. Süssstoff-Tabletten auf Basis von Steviol-Glycosiden süssen den Kaffee oder Tee auf Knopfdruck. Praktisch und kalorienfrei.
Nun gibt es im Shop endlich auch die Blätter der Stevia. Sie sind frei von Pestiziden, ohne Blüten und Stengelteile. Angebaut wird diese Qualitätsware in Spanien.

Die Guarani im Grenzgebiet zu Paraguay und Brasilien benutzen die wilde Pflanze seit Menschengedenken zum Süssen ihrer Speisen und Getränke. Und auch die Japaner haben bereits um 1974 mit der industriellen Produktion ihre Liebe zu dem neuen Süssstoff entdeckt. Inzwischen wird die Pflanze, die bis zu einem Meter hoch wachsen kann, in vielen Ländern der Erde angebaut. Hauptanbaugebiet ist China. Doch auch bei uns kann das Wunderpflänzchen prächtig gedeihen. Bis zum Spätherbst allerdings nur, denn dann braucht sie Winterschutz und treibt im nächsten Frühjahr wieder frisch aus. Hier finden Sie einige Tipps, wie Stevia auch bei Ihnen gedeihen kann.

Der Siegeszug dieser Pflanze und ihrer Inhaltsstoffe scheint also sicher, sollte man meinen. Auch weil eben der gemeinsame Sachverständigenausschuss für Lebensmittelzusatzstoffe der WHO/FAO (JECFA) in 2008 Steviol Glykoside als gesundheitlich unbedenklich erklärte. Doch Stevia tut sich noch schwer in Europa. Zu stark ist der Einfluss der Zucker-Lobby auf die politischen Entscheidungsträger. Und längst widerlegte Studien werden auch heute noch gerne von den Gegnern zitiert.

Um so überzeugter hat die Schweizer Zulassungsbehörde BAG (Bundesamt für Gesundheit) Teemischungen mit einem Anteil von 2% der getrockneten Blättern der Stevia erlaubt. Stevia-Tafelsüsse und mit Steviol Glykoside gesüsste Lebensmittel wie Schokolade, Getränke etc. sind nun in unseren Lebensmittelgeschäften erhältlich. Damit diese Produkte auch sicher sind, müssen die Stevia-Süssstoffe eine Reinheit von mindestens 95% aufweisen. Die verschiedenen Steviol Glykoside unterscheiden sich nur leicht in der Molekülstruktur und werden alle von unserem Körper nicht verstoffwechselt.

Für die EU hatte die European Stevia Association, EUSTAS sowie die beiden Konzerne MORITA, Japan und CARGILL, USA ein Dosier zur Beurteilung bei der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, EFSA eingereicht. Der gemeinsame Antrag bezieht sich vordergründig auf Steviol Glykoside mit einer Gesamtreinheit von >95%. Ein Standard also wie er auch hier in der Schweiz inzwischen gilt.

Am 14. März 2010 hat das für Lebensmittelzusatzstoffe zuständige Gremium der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, das ANS-Gremium [1] der EFSA [2], die Sicherheit von Steviol Glykosiden bewertet und für deren sichere Verwendung einen Wert für die zulässige tägliche Aufnahmemenge festgelegt.

Toxikologische Tests haben gezeigt, dass die Substanzen weder genotoxisch noch krebserregend sind und auch keine negativen Auswirkungen auf die Fortpflanzungsorgane des Menschen oder das ungeborene Leben haben. Das Gremium hat eine zulässige tägliche Aufnahmemenge (Acceptable Daily Intake - ADI) [3] von etwa 11 mg pro kg Körpergewicht für Steviol-Glykoside festgelegt. Genau dieser Wert wird auch vom Gemeinsamen FAO/WHO-Sachverständigenausschuss für Lebensmittelzusatzstoffe (JECFA) empfohlen [4].

Seit 2011 sind Steviol-Glycoside in Europa und der Schweiz als Süssstoffe in unterschiedlichen Höchstmengen in bestimmten Lebensmitteln zugelassen.


Brigitte Speck
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[1] Panel on Food Additives and Nutrient Sources added to Food - ANS

[2] European Food Safety Authority - EFSA

[3] Die erlaubte Tagesdosis [engl.: Acceptable Daily Intake], "ADI-Wert" gilt für eine lebenslange, tägliche Aufnahme einer Substanz, wie etwa eines Lebensmittelzusatzstoffes und umfasst somit alle Lebensabschnitte und Zustände - und gilt somit auch während der Schwangerschaft oder Stillzeit. Der ADI-Wert wird in Milligramm pro Kilogramm Körpergerwicht und Tag ausgedrückt.

[4] Joint FAO/WHO Expert Committee on Food Additives - JECFA

 

 
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